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Die
Heiligenhafener SPD begrüßt die Entscheidung der CDU, sich nicht nur auf
ein „abgestimmtes Einzelhandelsentwicklungskonzept“ (empfohlen von Heinrich
Grüter, Hauptgeschäftsführer Verband der Mittel- und Großbetriebe des
Einzelhandels Nord, HP vom 11.03.2011) zu beschränken. Wie die Diskussion auf
der Veranstaltung „SPD im Gespräch“ am 20.06.2011 gezeigt hat, ist der
Einzelhandel ein sicherlich nicht unerheblicher Teil im städtischen Leben, aber
eben nur ein Teilbereich.
Eine prosperierende Innenstadt bedarf aber auch städtischer
Rahmenbedingungen, die weit über den nachgewiesenen Bedarf
der Anzahl einzelner Einzelhandelsbranchen hinausgehen. Hierzu gehören
unteranderem eine entsprechende Bauleitplanung unter dem
Stichwort „urbanes Leben“ (Vitalisierung der Innenstädte, Stärkung
ihrer urbanen Funktion, Stabilisierung und Ausbau der innerstädtischen
Wohnfunktion), die in den letzten Jahren sich sehr positiv
entwickelnde Gestaltung der Strand- und Binnenseepromenade und auch die
Einbeziehung des Naturschutzgebietes Graswarder.
| Eine prosperierende Innenstadt bedarf städtischer Rahmenbedingungen |
In
dem Stadtentwicklungskonzept sind der Graswarder sowie der Yachthafen
und der Strand in fußläufiger Entfernung zur Innenstadt als
Alleinstellungsmerkmale Heiligenhafens in ein Gesamtkonzept
einzubeziehen. Externer Sachverstandes ist hier gefragt, der nicht im
Verdacht steht, sich im Dickicht der sich teilweise widersprechenden
Einzelinteressen aller Beteiligten zu verstricken.
Nach der Veranstaltung am 20.06.2011 „Heiligenhafen im Aufwind: Stehen
Seebrücke und Hotelneubauten am Strand in Konkurrenz zur Innenstadt
oder sind sie nicht doch in Ergänzung zur Aufwertung und Belebung
derselben zu sehen?“ ist die SPD davon ausgegangen, dass die CDU in der
nächsten Stadtverordnetensitzung den Antrag auf die Erstellung eines
Stadtentwicklungskonzeptes stellen würde.
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Für uns war das mehr oder weniger ein Ergebnis der Diskussion auf der
Veranstaltung. Denn „SPD im Gespräch“ ist nicht als gemütliche
Gesprächsrunde beim Bier zu verstehen, auf der sich die politischen
Akteure selbst beweihräuchern. Hier wird unter Beteiligung
interessierter Bürgerinnen und Bürger das politische Geschehen mit
kompetenten Gesprächspartnern diskutiert, aus dem sich dann auch
weitere Handlungskonzepte ergeben.
„SPD im Gespräch“ ist nicht als gemütliche Gesprächsrunde zu verstehen
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Auf
dem Podium saßen unteranderem Heiko Müller (Bürgermeister),
Hendrik Martens (Vorsitzender des Gewerbevereins „Partner mit Herz“)
und Manfred Wohnrade (Geschäftsführer der HVB).
Da sich aber keinerlei Anzeichen ergaben, dass die CDU einen
entsprechenden Antrag in der Stadtvertretung einbringen werde, hat die
SPD in der letzten Stadtvertretersitzung dieses als Ergebnis der
öffentlichen Diskussion auf ihrer Veranstaltung nachgeholt, damit es
sich bewegt.
Die SPD ist eine lebendige Partei, in der offen und auch kontrovers
diskutiert wird, damit sich auch in der Kommunalpolitik der Wille der
Bürger mit einer möglichst großen Schnittmenge der Einzelinteressen
wiederfindet.
Dr. med. H. Theodor Siebel
2. Oktober 2011
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